About
Das Werk von Daniel Sabranski, geboren 1977 in Köln, besteht hauptsächlich aus großformatigen Farbphotographien und Videos. Auf den ersten Blick wirken seine Photoarbeiten, durch ihre raffinierte Komposition und perfekten Oberflächenarrangements, wie digital bearbeitete Annäherungen an kunsthistorische Vorbilder. Jedoch verkehrt Sabranski die digitale Bildbearbeitung, wie sie zumeist in medialen Simulationsstrategien verwendet wird, in das Gegenteil: in seinen Photoarbeiten entdeckt erst der genaue Betrachterblick Bruchstellen, die das simulierte digitale Herstellungsverfahren offenbaren. Denn letztlich werden von Sabranski alle Maquetten, Modelle, Kostüme und sonstigen Hilfsmittel, die er für seine Arbeiten verwendet, von ihm selbst hergestellt, montiert und analog photographiert. Darüber hinaus erscheint Sabranski häufig selbst: sichtbar, maskiert oder getarnt, als Bildmotiv in seinen Arbeiten. Der Künstler versenkt den eigenen Körper, indem er ihn in Zuständen der Auflösung in andere Körper einschreibt. So verschmelzen organische und künstliche Oberfläche zu amorphen Bilder-Landschaften. Daniel Sabranski stellt Sehgewohnheiten in Frage; in seinen Arbeiten wird die Brechung mit der digitalen Verfremdung erkennbar. Der eigene Körper verschwindet in der Uneindeutigkeit der Projektionsfläche.
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